James-Bond-Lexikon / Die Filme / Diamantenfieber

Die Groteske unter den Bond-Filmen
Details
Bewertungen unserer Redaktion
Cornelius
Eike
Frank
Lars
Bewertungen der anderen
6,5 / 10
2,9 / 5
59 / 100
64 %
Mitwirkende
Bert Bates
John W. Holmes
Weitere Daten
Budget
7 Mio. US-Dollar
Aufnahmetechnik
35 mm analog
Laufzeit
120 Minuten
Einspielergebnis
115 Mio. US-Dollar
Diamantenfieber ist der siebte Bond-Film der offiziellen Reihe aus dem Jahr 1971 und zugleich der sechste und letzte Film der offiziellen Reihe mit Sean Connery als James Bond.
Bond verfolgt Blofeld und findet ihn in Kairo, wo er verhindert, dass sein Erzfeind mit chirurgischen Mitteln einen Doppelgänger von sich herstellen lässt. Zurück in London wird Bond von seinem Vorgesetzten M auf einen scheinbar unbedeutenden Fall von Diamantenschmuggel angesetzt. Auf der Spur des Diamantenschmugglers Peter Franks begibt sich Bond nach Amsterdam, wo er Franks tötet und seine Kontaktfrau Tiffany Case trifft. Bond und Case schmuggeln eine Ladung afrikanischer Diamanten in die USA. In einem Krematorium in der Wüste von Nevada wird Bond zunächst überwältigt, dann aber verschont, weil es sich bei den gefundenen Diamanten um Fälschungen handelt. Bond benutzt Tiffany Case, um den echten Diamanten auf die Spur zu kommen. Die beiden verfolgen einen Professor, der heimlich eine Satellitenfabrik des Industriellen Willard Whyte nutzt, um mit den Diamanten einen Satelliten zu bauen, der Ziele auf der Erde mit einem Laser zerstören kann. Blofeld hält Whyte gefangen und gibt sich als dieser aus, um Whytes Infrastruktur für seine Zwecke zu nutzen. Nach der Flucht aus der Fabrik und vor der Polizei unternimmt Bond in Las Vegas einen weiteren Versuch, Blofeld zu töten. Er erwischt wieder nur einen von dessen Doppelgängern, wird gefangen genommen und von den beiden Handlangern Kidd und Wint in einer Pipeline lebend begraben. Nachdem er sich befreien kann, gelangt er mit der Unterstützung seines Verbündeten Felix Leiter von der CIA und des Industriellen Willard Whyte zu einer Bohrinsel, von der aus Blofeld den Satelliten gegen Ziele auf der Erde richtet, um die Weltmächte USA und China gegeneinander aufzuhetzen. Bond kann die Bohrinsel zerstören und damit auch den Satelliten unschädlich machen. Nachdem die Gefahr scheinbar gebannt ist, legen Bond und Case mit einem Kreuzfahrtschiff ab, auf dem sie jedoch erneut von Kidd und Wint angegriffen werden. Als auch die beiden Handlanger überwältigt sind, bleibt allein die Frage offen, wie die Diamanten zurück auf die Erde kommen.
Entstehungsgeschichte und Produktion
Historischer Kontext
Im Mai des Jahres 1971, dem Entstehungsjahr von Diamantenfieber, wird in der DDR Erich Honecker Nachfolger von Walter Ulbricht als Erster Sekretär des Zentralkomitees der SED. Im selben Jahr bringt das Magazin Stern die Kampagne „Wir haben abgetrieben“. Das erste Frauenhaus Europas wird in London gegründet. In München wird die erste deutsche McDonald’s-Filiale eröffnet. Ebenfalls im Jahr 1971 wird die erste E-Mail verschickt. John Lennon veröffentlicht seinen Song Imagine. Im Dezember wird A Clockwork Orange von Stanley Kubrick uraufgeführt. Louis Armstrong stirbt im selben Jahr.
Produktionsgeschichte
Diamantenfieber wurde von April bis August 1971 unter der Regie von Guy Hamilton nach einem Drehbuch von Richard Maibaum und Tom Mankiewicz auf der Grundlage des vierten Romans der Reihe – Diamonds Are Forever von Ian Fleming – gedreht und von Albert R. Broccoli und Harry Saltzman für EON produziert. Zum ersten Mal in der Geschichte der Bond-Filme war seine Produktion nicht in Großbritannien, sondern in den USA angesiedelt. Den Schnitt verantworteten Bert Bates und John Holmes. Das Produktionsdesign stammt von Ken Adam, die Filmmusik von John Barry.
Der Film wurde mit folgendem Trailer beworben:
Die Produktionskosten für Diamantenfieber betrugen rund 7 Mio. US-Dollar.
Die Uraufführung fand am 14. Dezember 1971 unter dem englischen Originaltitel Diamonds Are Forever im Mathäser Filmpalast in München statt.
Einspielergebnis und Nachfolge
In den Kinos spielte Diamantenfieber rund 115 Mio. US-Dollar ein.
Auf Diamantenfieber folgte im Jahr 1973 Leben und sterben lassen, der achte Bond-Film der offiziellen Reihe.