James-Bond-Lexikon / Die Filme / Man lebt nur zweimal
James Bond im Japanfieber
Bewertungen
Das sagt unsere Redaktion:
Cornelius
Eike
Frank
Lars

IMDb: 6,8 / 10
Letterboxd: 3,2 / 5
Metascore: 61 / 100
Tomatometer: 73 %
Man lebt nur zweimal ist der fünfte Bond-Film der offiziellen Reihe aus dem Jahr 1967 und zugleich der fünfte Film mit Sean Connery als James Bond.
Eine geheimnisvolle Organisation kapert Raumschiffe der USA und der Sowjetunion in der Erdumlaufbahn, um beide Weltmächte gegeneinander auszuspielen. Der Plan droht aufzugehen, doch der britische Geheimdienst vermutet eine dritte Macht hinter den Vorgängen. Der MI6 fingiert den Tod seines Agenten James Bond, damit dieser in Japan unbemerkt die Herkunft der feindlichen Raumschiffs ermitteln kann. Mit der Unterstützung des japanischen Geheimdiensts verfolgt Bond die Herkunft des Raketentreibstoffs, dessen Lieferung ein japanischer Unternehmer zu vertuschen versucht. Bond wird als Japaner getarnt, als Ninja ausgebildet und mit einer japanischen Agentin verheiratet, um ihm eine Legende zu verpassen. Als 007 den plötzlichen Tod einer Perlentaucherin aufklären will, entdeckt er in einem erloschenen Vulkan das Hauptquartier der Geheimorganisation SPECTRE, die hier ihr Raumschiff startet. Beim Angriff auf den Vulkan wird das Hauptquartier zerstört, doch Ernst Stavro Blofeld, der Kopf von SPECTRE, kann entkommen.
Produktion
Man lebt nur zweimal wurde von Juli 1966 bis März 1967 unter der Regie von Lewis Gilbert nach einem Drehbuch von Roald Dahl auf der Grundlage des – allerdings sehr lose adaptierten – Romans You Only Live Twice von Ian Fleming gedreht und von Albert R. Broccoli und Harry Saltzman produziert. Regisseur der Second Unit war Peter Hunt, Bildregisseur war Freddie Young. Das Produktionsdesign stammt von Ken Adam; verantwortlich für die Filmmusik war John Barry. Mit dieser Gruppe von Filmschaffenden und Künstlern war für Man lebt nur zweimal eines der vielleicht hochkarätigsten Kreativteams in der Geschichte der Bond-Filme versammelt.
Der Film wurde vom Verleiher United Artists mit folgendem Trailer beworben:
Die Produktionskosten für Man lebt nur zweimal betrugen rund 9,5 Mio. US-Dollar.
Die Uraufführung fand am 12. Juni 1967 unter dem englischen Originaltitel You Only Live Twice im Odeon Leicester Square in London statt.
Gestaltung und Kritik
Man lebt nur zweimal orientiert sich nur lose an der Buchvorlage You Only Live Twice. Doch ebenso wie der Roman stellt auch der Film in gestalterischer Hinsicht einen Exoten innerhalb der Reihe dar.
James Bond im Japanfieber
In Man lebt nur zweimal sehen wir James Bond im Japanfieber. Der Film ist gewissermaßen das cineastische Pendant zu Giacomo Puccinis Oper Madama Butterfly. Wie haben es mit einer späten Form des Japonismus zu tun, also des Interesses Europas an der japanischen Kultur. Der fünfte Bond-Film der offiziellen Reihe ist dabei eine zutiefst westliche Heldenerzählung in japonisierendem Stil und enthält vom Hauptdarsteller Sean Connery bis zu den exotischen Dreh- und Handlungsorten alles, was einen Bond-Film ausmacht.
Titelsequenz und Titelsong
Die von Maurice Binder gestaltete Titelsequenz ist unterlegt mit dem Titelsong You Only Live Twice, komponiert von John Barry und gesungen von Nancy Sinatra. Der Songtext stammt von Leslie Bricusse. Auch die Titelsequenz ist im japonisierenden Stil gehalten und zeigt Frauensilhouetten, Fächerfiguren und Vulkanmotive:
Figuren und Handlung
– In Vorbereitung –
Einspielergebnis und Nachfolge
In den Kinos spielte Man lebt nur zweimal rund 112 Mio. US-Dollar ein.
Auf Man lebt nur zweimal folgte im Jahr 1969 Im Geheimdienst Ihrer Majestät, der sechste Bond-Film der offiziellen Reihe.
Quellen zu dieser Besprechung
Dezember 2025