Being James Bond

Being James Bond ist eine Retrospektive aus dem Jahr 2021, die auf Daniel Craigs 15 Jahre als Darsteller von James Bond zurückblickt.

Allgemeine Informationen und Trailer
James Blond
Casino Royale
Ein Quantum Trost
Skyfall

Spectre
Keine Zeit Zu Sterben
Veröffentlichung auf YouTube

Allgemeine Informationen und Trailer

Die 46 Minuten lange Retrospektive wurde von Special Treats für MGM und EON produziert und zuerst am 7. September 2021 auf Apple TV+ veröffentlicht. Im Vorfeld dieser Erstveröffentlichung wurde sie mit folgendem Trailer beworben:

James Blond

Die Retrospektive eröffnet mit einer Rückschau auf die überwiegend kritische und teils feindliche Medienberichterstattung über »James Blond, den ersten blonden Bond« (»James Blond, the first blond Bond«), wie Daniel Craig genannt wurde, nachdem er der Öffentlichkeit als sechster Bond-Darsteller der offiziellen EON-Reihe vorgestellt worden war. Diese faktisch falsche (bereits Roger Moore hatte als blonder Schauspieler James Bond dargestellt) sowie inhaltlich tendenziöse Berichterstattung prägte die ersten Monate der Craig-Ära.

Die Produzenten Barbara Broccoli und Michael G. Wilson berichten, wie sie von Anfang an auf Craig als Hauptdarsteller fixiert waren, während Craig selbst jedoch die Rolle des James Bond zunächst gar nicht übernehmen wollte. Daniel Craig berichtet, wie er letztlich durch das Drehbuch für den Film Casino Royale überzeugt wurde, sich für die Rolle zur Verfügung zu stellen. Nach der telefonischen Zusage durch Barbara Broccoli habe er eine Flasche Wodka sowie Wermut und einen Cocktailshaker gekauft und den Erfolg in seiner Wohnung mit einer Reihe Martinis gefeiert.

Barbara Broccoli beschreibt, wie erst die Veröffentlichung eines von Paparazzi geschossenen Fotos von Craig, der bei den Dreharbeiten zu Casino Royale in einer blauen Badehose aus dem Meer steigt, die öffentliche Wahrnehmung schlagartig zu Gunsten von Craig in der Rolle des britischen Geheimagenten 007 verändert habe.

Casino Royale

Craig berichtet, wie er sich bei den Dreharbeiten zu seinem ersten Bond-Film Casino Royale von Zeit zu Zeit in wichtige künstlerische Entscheidungen eingebracht habe. Auf ihn geht laut Barbara Broccoli die Idee zurück, die für Bond und Lynd zentrale Szene in der Dusche nicht wie ursprünglich im Drehbuch vorgesehen in Unterwäsche, sondern vollständig bekleidet zu drehen – eine Entscheidung, durch welche die Wirkung der Szene entscheidend verstärkt wurde.

Broccoli und Wilson geben an, den zentralen Beitrags Craigs zur Filmserie darin zu sehen, dass es ihm zum ersten Mal gelungen sei, das Gefühlsleben James Bonds aus den Büchern auf die Leinwand zu bringen.

Dargestellt wird sodann in den Worten Craigs, Broccolis und Wilsons sowie am Beispiel zahlreicher Schlagzeilen, dass die Reaktionen auf den fertigen Film beginnend mit der Royal Premiere im Odeon Leicester Square, zu der die britische Königin Elizabeth II. erschienen war, ausgesprochen positiv ausfielen. Casino Royale erzielte das bis dahin beste Einspielergebnis aller Bond-Filme.

Ein Quantum Trost

Im folgenden Abschnitt der Retrospektive werden die Erwartungen an Craigs zweiten Bond-Film sogleich mit dem Hinweis auf einen Streik der Drehbuchschreiber während der Dreharbeiten gedämpft. Die Dreharbeiten zu Ein Quantum Trost begannen ohne fertiges Drehbuch, was laut Broccoli »nie eine gute Idee« (»never a good idea«) ist. Laut ihr handelt es sich bei dem Ergebnis »trotzdem um einen guten Film« (»it’s still a good movie«).

Craig beschreibt, wie sein Privatleben und sein mentaler Zustand in dieser Zeit unter der öffentlichen Aufmerksamkeit und seiner Berühmtheit litten.

Skyfall

Die zentrale Aufgabe des Films Skyfall sehen Broccoli, Craig und Wilson rückblickend darin, der Figur des James Bond eine Familie innerhalb des MI6 und damit ein Fundament zu geben. Entscheidend waren dabei die Rollen M (Judi Dench sowie, in Vorbereitung auf spätere Filme, Ralph Fiennes), Q (Ben Whishaw) und Moneypenny (Naomi Harris).

Michael G. Wilson beschreibt Skyfall als »ein Beispiel für eine komplexe Geschichte und eine sehr einfache Handlung« (»an example for a complex story and a very simple plot«). Daniel Craig schildert, dass sich die Beteiligten bereits früh auf das Ende des Films mit dem Tod von M (Judi Dench) festgelegt hatten.

Abschließend wirft die Retrospektive in diesem Teil einen Blick auf die Royal Premiere von Skyfall und die begleitenden Werbemaßnahmen für den Film, insbesondere im Zusammenhang mit den Olympischen Sommerspielen in London im Jahr 2012.

Spectre

Für Craigs vierten Bond-Film Spectre musste Sam Mendes, der Regisseur von Skyfall, zur Rückkehr in den Regiestuhl überredet werden. Craig brach sich gleich zu Beginn der Dreharbeiten ein Bein, entschied sich aber dafür, die Dreharbeiten mithilfe einer Schiene und unter Schmerzen fortzusetzen, da die Arbeiten zum Film anderenfalls für mindestens neun Monaten hätten unterbrochen werden müssen.

Daniel Craig beschreibt, wie er nach dem Ende der Dreharbeiten und der Veröffentlichung seines vierten Bond-Films das Bedürfnis nach Ruhe und Abstand vom Bond-Franchise hatte – nicht zuletzt auf Grund der kräftezehrenden Arbeiten zu Spectre. Er habe sich insbesondere vor dem Hintergrund seines Ansatzes, sich jeweils mit vollem Körpereinsatz den Bond-Filmen zu widmen, zu alt für die Rolle gefühlt. In einem Interview mit dem Magazin TimeOut habe er daher in dieser Phase auf die Frage, ob er sich vorstellen könne, einen weiteren Bond-Film zu drehen, die dumme Antwort gegeben: »In diesem Moment? Eher würde ich dieses Glas zerschlagen und mir die Pulsadern aufschneiden.« (»Now? I’d rather break this glass and slash my wrists.«)

Nachdem Craig in der Folge keine klare Antwort mehr auf die Frage nach einem weiteren Bond-Film gegeben hatte, beantwortete er sie schließlich noch einmal mit Ja.

Keine Zeit Zu Sterben

Die Begeisterung für Keine Zeit Zu Sterben, der von Beginn an als Craigs letzter Bond-Film konzipiert war, wurde zwar früh durch eine weitere Verletzung Craigs sowie künstlerische Differenzen mit dem ursprünglichen Regisseur Danny Boyle gedämpft. Doch Barbara Broccoli lässt in ihrer Beschreibung keinen Zweifel daran, dass sie in Craigs letztem Bond-Film ein besonderes Werk sieht.

Gezeigt werden Bilder von den Arbeiten zur letzten gedrehten Szene mit Daniel Craig als James Bond. Die Beteiligten am Set sind bewegt von Craigs Abschiedsworten, und Barbara Broccoli gibt an, sich eine Zeit mit Bond und ohne Craig nicht vorstellen zu können. Craig jedoch äußert sich dahingehend, auf Grund von Keine Zeit Zu Sterben nun mit der Filmserie abschließen zu können.

Veröffentlichung auf YouTube

Die Retrospektive ist seit dem 19. Januar 2022 auf YouTube zu sehen:


Stand: März 2022

Ein Quantum Trost (Film)

Ein kunstvoller Parforceritt durch die Elemente

Rating: 4 out of 5.

IMDb-Rating: 6,6 / 10
Tomatometer: 64 %

Ein Quantum Trost ist der 22. Bond-Film der EON-Reihe und der zweite Film mit Daniel Craig als James Bond aus dem Jahr 2008.

Trailer
Produktion
Handlung und Figuren
Künstlerische Gestaltung und Kritik
Einspielergebnis
Weitere Informationen zu diesem Film

Trailer

Vom Verleiher Sony Pictures wurde der Film unter anderem mit folgendem Trailer beworben:

Produktion

Der Film wurde von August 2007 bis Juni 2008 unter der Regie von Marc Forster nach einem Drehbuch von Paul Haggis, Neal Purvis und Robert Wade gedreht und von Barbara Broccoli und Michael G. Wilson produziert. Der Titel des als Fortsetzung von Casino Royale angelegten und mit einer Laufzeit von 106 Minuten kürzesten Bond-Films der EON-Reihe ist Ian Flemings Kurzgeschichte Ein Quantum Trost entnommen, aus der sich jedoch praktisch keine weiteren Elemente im Film finden. Regisseur der Second Unit war Dan Bradley, Bildregisseur war Roberto Schaefer. Das Produktionsdesign stammt von Dennis Gassner; verantwortlich für die Filmmusik war David Arnold. Die Uraufführung fand am 29. Oktober 2008 unter dem englischen Originaltitel »Quantum of Solace« im Odeon Leicester Square in London statt.

Die Produktionskosten für Ein Quantum Trost betrugen rund 200 Mio. USD.

Handlung und Figuren

Prolog

Der Prolog zu Ein Quantum Trost eröffnet nicht mit der berühmten Pistolenlauf-Sequenz. Stattdessen schließt der Film inhaltlich unmittelbar an das Ende des Vorgängerfilms Casino Royale an. James Bond (Daniel Craig) liefert sich in einem Aston Martin DBS eine halsbrecherische Verfolgungsjagd um den Gardasee. Obwohl sein Wagen schwer beschädigt wird, können ihn letztlich weder seine Widersacher noch die italienische Polizei aufhalten. Als er Siena erreicht, in einem unterirdischen Gang anhält und den Kofferraum öffnet, sehen wir darin den gefesselten Mr. White (Jesper Christensen) liegen, dem Bond freundlich zuruft: »It’s time to get out.« (»Sie dürfen aussteigen.«)

Titelsequenz

Die Einstellung leitet über in die Titelsequenz, die als einzige in der gesamten Bond-Reihe vom Grafikstudio MK12 gestaltet wurde. Der Titelsong Another Way to Die – das einzige Duett unter sämtlichen Bond-Songs – wurde geschrieben und produziert von Jack White und gesungen von White und Alicia Keys. Zu sehen ist die Silhouette Bonds, der in einer Sandwüste vor einem Sternenhimmel seine Walther PPK abfeuert. Vor dem Hintergrund einer Sonne, der Projektion eines Koordinatensystems sowie von Frauenfiguren, die sich im Sand räkeln und um eine Sonne tanzen, verfolgen wir mehrere Projektile auf ihrem Flug durch die Wüste, bis eines letztlich im Sand einschlägt.

Das kurze Verhör des Mr. White

Nach der Titelsequenz befinden wir uns weiterhin im italienischen Siena. Während auf der Piazza del Campo der traditionelle Palio vorbereitet wird, sprechen M und Bond über über die Geschehnisse, die Inhalt des Vorgängerfilms Casino Royale waren. M teilt Bond mit, dass eine am Strand von Ibiza angespülte Leiche nicht Vespers früherer Liebhaber Yusef Kabira ist, der vermeintlich in Marokko entführt worden war und den Vesper mit ihrem Verrat retten wollte. Bond steckt heimlich Kabiras Foto ein und versichert M, dass er ihn nicht verfolgen werde, um Vesper zu rächen. Beide vernehmen Mr. White, er ihnen von einer geheimen Organisation berichtet. Als er behauptet »We have people everywhere.« (»Wir haben unsere Leute überall.«), eröffnet Craig Mitchell (Glenn Foster), seit fünf Jahren Personenschützer von M, das Feuer auf sie und die übrigen MI6-Mitarbeiter. Die spektakuläre Verfolgung durch die Stadt, die sich Bond daraufhin mit ihm liefert, wird mit dem Palio parallelisiert, der gleichzeitig in den Straßen stattfindet. Letztlich gelingt es 007, Mitchell zu erschießen. Als er zurück in die Stellung des MI6 kommt, sieht er, dass Mr. White entkommen ist.

Spurensuche in London

Zurück in London. Mitchells Wohnung und persönlicher Hintergrund werden untersucht. In seiner Geldbörse finden sich markierte Geldscheine, die vom MI6 in die Geldwäschegeschäfte Le Chiffres eingebracht worden waren. Scheine aus derselben Serie wurden soeben in Port au Prince auf das Konto eines Edmund Slate eingezahlt.

Bonds Einsatz in Port au Prince

Bond reist nach Port au Prince. Er tötet Edmund Slate (Neil Jackson) nach kurzem Kampf in dessen Hotelzimmer und nimmt an der Rezeption einen Aktenkoffer an sich, der für Slate dort abgegeben wurde. Als er auf die Straße tritt, fordert ihn Camille Montes (Olga Kurylenko) auf, zu ihr in ihren Wagen vom Typ Ford Ka zu steigen, was Bond tut. Die beiden werden von einem Motorradfahrer verfolgt. Als Bond den Inhalt des Aktenkoffers offenbart, erkennt Montes, dass sie ermordet werden soll. Sie schießt auf Bond, der sich aus dem Auto rettet. Der Verfolger auf dem Motorrad wirft ihm vor, Montes nicht getötet zu haben. Bond schaltet den Motorradfahrer aus und verfolgt Montes auf der Maschine bis zu Dominic Greene (Mathieu Amalric).

Greene ist überrascht, Montes lebend zu sehen. Sie offenbart ihm, dass sie versucht habe, eine undichte Stelle in seiner Organisation aufzudecken. Während Bond die Szene beobachtet, zeigt Greene ihr den toten Kontaktmann, dem sie angeblich Informationen verkaufen wollte. Greene überführt Montes sodann in die Gewalt von General Medrano (Joaquín Cosío), von dem er sich die Rechte an sämtlichen Rohstoffen einräumen lässt, die Greene in einem bestimmten Gebiet in Bolivien findet. Im Gegenzug unterminiert Greene die derzeitige bolivianische Regierung und organisiert die Anerkennung der neuen Regierung Medranos durch Mitglieder der internationalen Staatengemeinschaft. Medrano gibt sich gegenüber Montes als derjenige zu erkennen, der ihre Familie töten ließ, indem er deren Haus anzündete, und nimmt sie auf seinem Boot mit. Bond »rettet« Montes von Medranos Boot, was diese jedoch nicht goutiert, weil sie ihre Aktivitäten seit Langem darauf ausgerichtet hatte, an General Medrano heranzukommen, um sich an diesem zu rächen.

Bond und Montes entkommen in einer spektakulären Verfolgungsjagd auf dem Wasser. Bond liefert die bewusstlose Montes ab und verfolgt Greene, der gemeinsam mit Felix Leiter (Jeffrey Wright) und einem weiteren Vertreter der CIA an Bord einer Privatmaschine nach Bregenz startet. Als M Informationen zu Greene von der CIA möchte, wird sie zum Sektionschef für Südamerika Gregg Beam (David Harbour) durchgestellt. Er ist der zweite Vertreter der CIA an Bord von Greenes Maschine und versichert M, der amerikanische Geheimdienst sei an Greene nicht interessiert. Greene und Beam, der die vermeintlichen Ölförderaktivitäten Greenes in Bolivien duldet, vereinbaren, dass sich die CIA darum kümmere, 007 von der Spur Greenes abzubringen. Nach der Landung in Bregenz kritisiert Leiter Beam dafür, dass dieser gemeinsame Sache mit Greene mache.

Showdown auf der Bregenzer Sehbühne

In Bregenz treffen Greene, weitere Angehörige der Organisation, deren Name »Quantum« lautet, sowie Bond im Festspielhaus an der Seebühne ein, wo die Vorbereitungen für die Aufführung der Oper Tosca in vollem Gange sind. Bond erkennt, dass einzelne Gäste am Empfang eine besondere Begrüßungstasche ausgehändigt bekommen. Er verschafft sich eine der Taschen, die insbesondere einen Funkempfänger enthält, und greift damit in die geheime Sitzung der Organisation ein, die während der Aufführung von Tosca im Schutz der Öffentlichkeit stattfindet. Als die Mitglieder von Quantum bemerken, dass sie entdeckt wurden und ihre Plätze verlassen, nutzt Bond die Gelegenheit, diese zu photographieren und ihre Aufnahmen zur Identifikation an den MI6 zu übermitteln. Allein der ebenfalls im Opernpublikum versteckte Mr. White durchschaut die Situation und behält mit seiner Gattin Platz, so dass er unerkannt bleibt. Unter den Flüchtenden befindet sich Guy Haines (Paul Ritter), Sondergesandter des britischen Premierministers.

Im Opernhaus liefern sich Bond und Greenes Handlanger eine Schießerei, die mit der Schießerei auf der Bühne parallelisiert wird. Bond wirft einen Personenschützer des Sondergesandten Haines vom Dach des Opernhauses, nachdem dieser seinen Auftraggeber nicht offenbaren will. Der Mann landet auf der Motorhaube von Greenes Wagen, der ihn erschießen lässt. Da M die Information erhält, Bond habe den Personenschützer des Sondergesandten getötet, lässt sie seine Bewegungsfreiheit einschränken. Dieser kann Greene daher nicht nach Bolivien folgen.

Mit fremder Kreditkarte nach Bolivien

Stattdessen begibt sich Bond nach Talamone, wo er René Mathis (Giancarlo Giannini) trifft. Bond überredet Mathis, der lange Zeit in Südamerika stationiert war, ihn nach Bolivien zu bringen und ihm dort zu helfen. In La Paz werden Bond und Mathis von MI6-Mitarbeiterin Strawberry Fields (Gemma Arterton) abgefangen. Im Hotel, das Bond als Unterkunft aussucht, verführt er Fields. Mathis organisiert derweil eine Einladung für Bond und Fields zu einer angeblichen Wohltätigkeitsveranstaltung von Greene Planet, einer Deckorganisation Greenes, während er selbst den örtlichen Polizeichef treffen will. Greene stellt ein Projekt mit dem Namen »Tierra« vor – es ist Teil eines Netzwerks von Schutzgebieten, mit dem Greene angeblich die Umweltzerstörung in Bolivien aufhalten will. Bond trifft den Polizeichef (Fernando Guillén Cuervo), der ihm versichert, die Polizei von La Paz stehe zu seiner Verfügung. Greene versucht, Montes, die seine Machenschaften auffliegen lassen möchte, während der Veranstaltung von einer Brüstung zu stoßen. Bond kommt ihr zur Hilfe, und Fields verursacht den Sturz von Greenes Handlanger Elvis (Anatole Taubman). Auch Felix Leiter ist anwesend. Auf der Rückfahrt werden Bond und Montes von einer offenkundig gekauften Polizeistreife angehalten und zum Öffnen des Kofferraums genötigt. Zum Vorschein kommt Mathis, der angeschossen und dem Tod nahe ist. Bond tötet die Polizisten und lädt Mathis in einem Müllcontainer ab, nachdem dieser in Bonds Armen gestorben ist und ihm mit letztem Atem aufgegeben hat, Vesper, die alles für ihn geopfert habe, und sich selbst zu vergeben.

Bond und Montes starten mit einem Flugzeug vom Typ Douglas DC-3, um sich die Region anzusehen, in der Greenes Tierra-Projekt angesiedelt ist. Bond eröffnet Montes, dass er von ihrer früheren Tätigkeit für den bolivianischen Geheimdienst weiß. Die beiden entdecken trichterförmige Senkungen im Gelände, bevor sie zunächst von einer Propellermaschine und dann von einem Hubschrauber angegriffen werden. Sie retten sich mit Fallschirmen aus der durch heftigen Beschuss schwer beschädigten DC-3 und landen in einer der Geländesenkungen.

M gerät in Bedrängnis

Währenddessen wird M in London vom britischen Außenminister (Tim Pigott-Smith) zur Rede gestellt. Der Minister besteht darauf, dass sie Bond zurückziehe; anderenfalls werde die CIA ihn ausschalten.

Konflikte um Wasser und Moral in Bolivien

In der Senkung, in der die beiden gelandet sind, berichtet Montes Bond, dass General Medrano ihren Vater erschossen und ihre Mutter und ihre ältere Schwester missbraucht und getötet hat, als sie selbst noch ein Kind war. Bond eröffnet ihr, dass auch er Greene benutzt, um an jemanden zu gelangen, der für den Tod einer ihm nahestehenden Person verantwortlich ist. Auf ihrer Suche nach einem Ausgang entdecken die beiden, dass Greene mittels Sprengungen unterirdische Wasserreservoirs aufstaut, um die Wasserversorgung der bolivianischen Bevölkerung zu unterbrechen.

Als Bond und Montes zurück ins Hotel kommen, wartet M bereits auf Bond. Auf dem Bett seines Zimmers liegt die tote Strawberry Fields, die Bond an der Rezeption eine Warnung vor den Handlangern Greenes hinterlassen hatte. Ihre Leiche ist vollständig in Schweröl getränkt. Die Szene ist ein Zitat der Einstellung aus dem Film Goldfinger, in der die von Auric Goldfinger (Gert Fröbe) vollständig mit Gold überzogene Leiche Jill Mastersons (Shirley Eaton) auf dem Bett eines Hotelzimmers zu sehen ist. M wirft Bond vor, von Rache getrieben zu sein, Freund nicht mehr von Feind unterscheiden zu können und den Tod Fields’ in Kauf genommen zu haben, deren Aufgabe es lediglich gewesen sei, in einem Bureau Berichte zu sammeln. M zwingt Bond, seine Waffe abzugeben und den Dienst niederzulegen, doch Bond entkommt. Als er ihr auf seiner Flucht durch das Hotel noch einmal begegnet, fasst sie erneut Vertrauen zu ihrem Agenten, stellt ihn über die CIA und zeigt sich heimlich mit seinem Alleingang einverstanden. Bond steigt einmal mehr zu Montes ins Auto und trifft in einer Kneipe Felix Leiter. Leiter warnt ihn, dass die CIA hinter ihm her sei und gibt ihm außerdem die Information, dass Greene den Polizeichef im Hotel La Perla de las Dunas trifft, um ihn zu bestechen. Bond gelingt die Flucht, bevor der amerikanische Geheimdienst zugreifen kann. Gegenüber Beam behauptet Leiter nach dem fehlgeschlagenen Einsatz, nicht zu wissen, woran der Zugriff gescheitert ist.

Zwei Agenten nehmen Rache

Im Hotel La Perla de las Dunas in der bolivianischen Wüste trifft Greene General Medrano und den Polizeichef. Er besticht beide, indem er sie in Euro bezahlt. General Medrano erhält seine Bestechungssumme jedoch erst, nachdem er nicht nur die Rechte an allen Rohstoffen übertragen hat, die Greene findet, sondern auch einen Vertrag unterzeichnet hat, mit dem sich seine neue Regierung auf Greene als Wasserversorger verpflichtet, der nun einen erheblich höheren Preis als die bisherigen Versorger verlangt. Während Medrano versucht, eine Hotelmitarbeiterin (Oona Chaplin, Enkelin von Charlie Chaplin) zu missbrauchen, greifen Bond und Montes an. Montes tötet Medrano, während Bond Greene zwar überwältigt, aber am Leben lässt. Als die Brennstoffzellen des Hotels explodieren, scheint die Situation für Bond und Montes aussichtslos. Als sich Bond in einer der düstersten Szenen der gesamten Filmreihe darauf vorbereitet, zuerst Montes, die zum zweiten Mal in ihrem Leben in einem brennenden Gebäude gefangen ist, und dann sich selbst mit der Waffe zu erlösen, erblickt er einen Ausweg. Nachdem er sich und Montes gerettet und Greene verhört hat, bringt er Greene in die Wüste, wo er ihn mit einer Dose Motoröl zurücklässt. Montes bringt er zum nächstgelegenen Bahnhof, wo sich die Wege der beiden nach einem Kuss trennen.

Ein Ende für zwei Filme

Im russischen Kazan überrascht Bond in einer Wohnung Vespers früheren Geliebten Yusef Kabira (Simon Kassianides), der sich mittlerweile an Corinne, eine Agentin des kanadischen Geheimdienstes, herangemacht hat, um später auch von ihr Informationen abzupressen – ebenso wie er es mit Vesper Lynd gemacht hatte. Corinne trägt den gleichen Anhänger, den Kabira auch Vesper geschenkt hatte. Bond fordert Corinne auf, zu gehen und ihren Dienst zu informieren; Bond bleibt allein mit Kabira zurück. Als Bond aus der Wohnung kommt, teilt er M, die vor der Wohnung im Schnee auf ihn wartet, mit, dass Kabira noch lebe. Beide versichern sich gegenseitig, nichts zu bereuen. M teilt Bond mit, dass Greene mit Motoröl im Magen und einer Kugel im Kopf in der bolivianischen Wüste gefunden worden und Leiter in der CIA auf die Position Beams aufgerückt sei. Bond räumt ein, M habe in Bezug auf Vesper Recht gehabt. Auf ihren Einwurf, er müsse zurückkommen, versichert er ihr, niemals weggewesen zu sein.

Künstlerische Gestaltung

Ein Quantum Trost zeichnet sich durch sein hohes Erzähltempo, seine schnellen Schnitte, die konsequente Verwendung einer Leitmotivtechnik sowie durch die künstlerische Orientierung an den Motiven Feuer, Wasser, Erde und Luft aus.

Kennzeichnend ist zudem die Parallelführung zweier Handlungen, deren eine die Haupthandlung des Films darstellt und deren andere symbolisch hierauf bezogen wird. So wird die Verfolgung Mitchells unter der Piazza del Campo mit dem Palio parallelisiert, der Zeitgleich auf der den Piazza und den Straßen Sienas stattfindet, während die Schießerei im Festspielhaus von Bregenz mit den Geschehnissen auf der Seebühne im Rahmen der Aufführung der Oper Tosca parallelisiert wird.

Einspielergebnis und Nachfolge

In den Kinos spielte Ein Quantum Trost rund 590 Mio. USD ein.

Auf den Film folgte im Jahr 2012 Skyfall, der 23. Bond-Film der EON-Reihe.

Weitere Informationen zu diesem Film

Offizielle Seite zu Ein Quantum Trost auf 007.com

Ein Quantum Trost in der IMDb

Ein Quantum Trost bei Rotten Tomatoes

Deutschsprachige Analysen und Kritiken

Kritik zu Ein Quantum Trost von Andreas Borcholte im SPIEGEL

Kritik zu Ein Quantum Trost von Bernd Graff in der SZ

Kritik zu Ein Quantum Trost von Peter Körte in der F.A.Z.

Kritik zu Ein Quantum Trost von Frank Schnelle für edp Film

Englischsprachige Analysen und Kritiken

Kritik zu Ein Quantum Trost von Peter Bradshaw in The Guardian

Kritik zu Ein Quantum Trost von James Christopher in The Times

Kritik zu Ein Quantum Trost von David Edelstein im New York Magazine

Kritik zu Ein Quantum Trost von Philip French für The Observer

Kritik zu Ein Quantum Trost von Wally Hammond für TimeOut

Kritik zu Ein Quantum Trost von Anthony Lane in The New Yorker

Kritik zu Ein Quantum Trost von Wesley Morris für The Boston Globe

Kritik zu Ein Quantum Trost von Rex Reed für den Observer

Kritik zu Ein Quantum Trost von A. O. Scott für The New York Times

Kritik zu Ein Quantum Trost von Bill Weber für das Slant Magazine


Stand: Oktober 2021

Keine Zeit Zu Sterben

Der leichteste und der schwerste aller Bond-Filme

Rating: 4.5 out of 5.

IMDb-Rating: 7,6 / 10
Tomatometer: 84 %

Keine Zeit Zu Sterben ist der 25. Bond-Film der EON-Reihe sowie der fünfte und letzte Film mit Daniel Craig als James Bond aus dem Jahr 2021.

Trailer
Produktionsdetails
Künstlerische Gestaltung und Kritik
Produktionskosten und Einspielergebnis

Weitere Informationen zu diesem Film

Trailer

Für den internationalen Markt wird der Film von MGM, United Artists und Universal Pictures mit folgendem Trailer beworben:

Produktionsdetails

Der Film wurde von April bis Dezember 2019 unter der Regie von Cary Joji Fukunaga nach einem Drehbuch von Fukunaga, Neal Purvis, Robert Wade und Phoebe Waller-Bridge gedreht und von Barbara Broccoli und Michael G. Wilson produziert. Regisseur der Second Unit ist Alexander Witt, Bildregisseur ist Linus Sandgren. Das Produktionsdesign stammt von Mark Tildesley; verantwortlich für die Filmmusik ist Hans Zimmer. Die Uraufführung des mit einer Laufzeit von 163 Minuten bisher längsten Bond-Films fand nach insgesamt fünf Verschiebungen und einer Vorverlegung am 28. September 2021 unter dem englischen Originaltitel »No Time To Die« in der Royal Albert Hall in London statt.

Künstlerische Gestaltung und Kritik

Keine Zeit Zu Sterben ist der leichteste und gleichzeitig der schwerste aller Bond-Filme sowie eine Verbeugung vor dem sechsten Bond-Film der EON-Reihe Im Geheimdienst Ihrer Majestät aus dem Jahr 1969. Der emotionalste und vielleicht mutigste Film der Reihe ist visuell atemberaubend und überrascht mit einer eindrucksvollen Kombination aus schwergewichtiger Handlung und Leichtigkeit in der Interaktion und in den Dialogen. Er trägt damit erkennbar die Handschriften von Daniel Craig (James Bond), Cary Joji Fukunaga (Drehbuch und Regie), Linus Sandgren (Bildregie) und Phoebe Waller-Bridge (Drehbuch).

Keine Zeit Zu Sterben hat mit seiner Innovationskraft und Kreativität, die auch technisch ausgezeichnet umgesetzt werden, das Potential, die beiden anderen erstklassigen Bond-Filme mit Daniel Craig, Casino Royale und Skyfall, beinahe konventionell aussehen zu lassen. Gleichzeitig erhöht er im Rückblick den schwächsten Film der Craig-Ära Spectre, indem er einigen Figuren, insbesondere Madeleine Swann, mehr Tiefe verleiht.

Produktionskosten und Einspielergebnis

Die Produktionskosten für Keine Zeit Zu Sterben betrugen rund 300 Mio. $ – die höchsten Produktionskosten aller Bond-Filme. In den Kinos des Vereinigten Königreichs spielte der Film am Eröffnungswochenende rund 21 Mio. £ und damit mehr als seine Vorgänger ein.

Welcher Film Keine Zeit Zu Sterben als 26. Bond-Film der EON-Reihe nachfolgen wird, steht noch nicht fest.

Weitere Informationen zu diesem Film

Offizielle Seite zu Keine Zeit Zu Sterben auf 007.com

Keine Zeit Zu Sterben in der IMDb

Keine Zeit Zu Sterben bei Rotten Tomatoes

Deutschsprachige Kritiken

Kritik zu Keine Zeit Zu Sterben von Christopher Diekhaus für Kino-Zeit

Kritik zu Keine Zeit Zu Sterben von Wolfgang Höbel im Spiegel

Kritik zu Keine Zeit Zu Sterben von Jan Kedves in Die Zeit

Kritik zu Keine Zeit Zu Sterben von Tobias Kniebe in der SZ

Kritik zu Keine Zeit Zu Sterben von Verena Lueken in der F.A.Z.

Video-Kritik zu Keine Zeit Zu Sterben von Wolfgang M. Schmitt für Die Filmanalyse

Englischsprachige Kritiken

Kritik zu Keine Zeit Zu Sterben von Nicholas Barber für die BBC

Kritik zu Keine Zeit Zu Sterben von Peter Bradshaw in The Guradian

Kritik zu Keine Zeit Zu Sterben von Donald Clarke in The Irish Times

Kritik zu Keine Zeit Zu Sterben von K. Austin Collins für Rolling Stone

Kritik zu Keine Zeit Zu Sterben von Phil De Semlyen für TimeOut

Kritik zu Keine Zeit Zu Sterben von Bilge Ebiri für Vulture

Kritik zu Keine Zeit Zu Sterben von Owen Gleiberman in Variety

Kritik zu Keine Zeit Zu Sterben von Leah Greenblatt für Entertainment Weekly

Kritik zu Keine Zeit Zu Sterben von Barry Hertz in The Globe

Kritik zu Keine Zeit Zu Sterben von Richard Lawson in Vanity Fair

Kritik zu Keine Zeit Zu Sterben von Clarisse Loughrey im Independent

Kritik zu Keine Zeit Zu Sterben von Brian Lowry für CNN

Kritik zu Keine Zeit Zu Sterben von Moira Macdonald in The Seattle Times

Kritik zu Keine Zeit Zu Sterben von Kevin Maher in The Times

Kritik zu Keine Zeit Zu Sterben von James Mottram in der South China Morning Post

Kritik zu Keine Zeit Zu Sterben von John Nugent im Empire Magazine

Kritik zu Keine Zeit Zu Sterben von Charlotte O’Sullivan im Evening Standard

Kritik zu Keine Zeit Zu Sterben von Michael O’Sullivan in der Washington Post

Kritik zu Keine Zeit Zu Sterben von Michael Phillips im Chicago Tribune

Kritik zu Keine Zeit Zu Sterben von David Rooney in The Hollywood Reporter

Kritik zu Keine Zeit Zu Sterben von A. O. Scott in The New York Times

Kritik zu Keine Zeit Zu Sterben von Tom Shone in The Sunday Times

Kritik zu Keine Zeit Zu Sterben von Keith Uhlich im Slant Magazine

Kritik zu Keine Zeit Zu Sterben von Stephanie Zacharek im TIME Magazine


Stand: Oktober 2021