James-Bond-Lexikon / Die Filme / Keine Zeit Zu Sterben

Der leichteste und der schwerste Bond-Film
Details
Bewertungen unserer Redaktion
Cornelius
Eike
Frank
Lars
Bewertungen der anderen
7,3 / 10
3,5 / 5
68 / 100
83 %
Mitwirkende
Elliot Graham
Tom Cross
Weitere Daten
Budget
270 Mio. US-Dollar
Aufnahmetechnik
analog, überwiegend 35 mm, etwa 40 Minuten IMAX-Format
Laufzeit
163 Minuten
Einspielergebnis
775 Mio. US-Dollar
Keine Zeit Zu Sterben ist der 25. Bond-Film der offiziellen Reihe aus dem Jahr 2021 und zugleich der fünfte und letzte Film mit Daniel Craig als James Bond.
Entstehungsgeschichte und Produktion
Produktionsgeschichte
Keine Zeit Zu Sterben wurde von April bis Dezember 2019 unter der Regie von Cary Joji Fukunaga nach einem Drehbuch von Fukunaga, Neal Purvis, Robert Wade und Phoebe Waller-Bridge gedreht und von Barbara Broccoli und Michael G. Wilson produziert. Regisseur der Second Unit war Alexander Witt, Bildregisseur war Linus Sandgren. Das Produktionsdesign stammt von Mark Tildesley; verantwortlich für die Filmmusik war Hans Zimmer.
Der Film wurde mit folgendem Trailer beworben:
Die Produktionskosten für Keine Zeit Zu Sterben betrugen rund 270 Mio. US-Dollar – die bisher höchsten Produktionskosten aller Bond-Filme. Die Uraufführung des mit einer Laufzeit von 163 Minuten bisher längsten Bond-Films fand nach insgesamt sechs Verschiebungen am 28. September 2021 unter dem englischen Originaltitel No Time To Die als Royal Premiere in der Royal Albert Hall in London statt:
Seinen Originaltitel No Time To Die hat der Film mit der fünften Folge der zehnten Staffel der amerikanischen Detektivserie Columbo aus dem Jahr 1992 gemein. Die insgesamt 60. Columbo-Folge wurde in deutscher Synchronisation unter dem Titel Bluthochzeit ausgestrahlt. Inhaltliche Übereinstimmungen sind nicht erkennbar.
Gestaltung und Kritik
Keine Zeit Zu Sterben ist der leichteste und gleichzeitig der schwerste aller Bond-Filme sowie eine Verbeugung vor dem sechsten Bond-Film der EON-Reihe Im Geheimdienst Ihrer Majestät aus dem Jahr 1969. Der emotionalste und vielleicht mutigste Film der Reihe ist visuell atemberaubend und überrascht mit einer eindrucksvollen Kombination aus schwergewichtiger Handlung und Leichtigkeit in der Interaktion und in den Dialogen. Er trägt damit erkennbar die Handschriften von Daniel Craig, Cary Joji Fukunaga, Linus Sandgren und Phoebe Waller-Bridge.
Keine Zeit Zu Sterben hat mit seiner Innovationskraft und Kreativität, die auch technisch ausgezeichnet umgesetzt werden, das Potential, die beiden anderen erstklassigen Bond-Filme mit Daniel Craig, Casino Royale und Skyfall, beinahe konventionell aussehen zu lassen. Gleichzeitig erhöht er im Rückblick den schwächsten Film der Craig-Ära Spectre, indem er einigen Figuren, insbesondere Madeleine Swann (Léa Seydoux), mehr Tiefe verleiht.
Pistolenlauf-Sequenz
Keine Zeit Zu Sterben eröffnet als einziger Film der Craig-Ära mit der für die Bond-Filme – eigentlich – klassischen Pistolenlauf-Sequenz, die hier jedoch neu interpretiert wird. Der Pistolenlauf entwickelt sich (in den außerhalb der USA verbreiteten Vervielfältigungen) aus dem United-Artists-Logo und erscheint glänzend metallisch, und die Sequenz kommt ohne das zuvor übliche herablaufende Blut aus.
Titelsequenz
Die Titelsequenz entwickelt sich aus dem Bild des vorüberziehenden Bahnsteigs, das wir aus der Perspektive Madeleines und damit aus dem anfahrenden Zug heraus sehen. Aus den vorüberziehenden Pfeilern des Bahnsteigs scheinen bunte Punkte hervorzukommen, die im Stil den in der Titelsequenz des ersten Bond-Films 007 jagt Dr. No auftauchenden Punkten nachempfunden sind – die zweite große Verbeugung vor der Geschichte des Franchise, die sich in Keine Zeit Zu Sterben findet.
Einspielergebnis und Nachfolge
In den Kinos des Vereinigten Königreichs spielte der Film am Eröffnungswochenende rund 21 Mio. Pfund und damit mehr als seine Vorgänger ein.
Welcher Film Keine Zeit Zu Sterben als 26. Bond-Film der offiziellen Reihe nachfolgen wird, steht noch nicht fest. Alle Informationen zur Nachfolge finden sich in unserem Artikel zu Bond 26.
Weitere Informationen zu diesem Film
Offizielle Seite zu Keine Zeit Zu Sterben auf 007.com
Kritik zu Keine Zeit Zu Sterben von Christopher Diekhaus für Kino-Zeit
Kritik zu Keine Zeit Zu Sterben von Wolfgang Höbel im SPIEGEL
Kritik zu Keine Zeit Zu Sterben von Jan Kedves in Die Zeit
Kritik zu Keine Zeit Zu Sterben von Tobias Kniebe in der SZ
Kritik zu Keine Zeit Zu Sterben von Verena Lueken in der F.A.Z.
Video-Kritik zu Keine Zeit Zu Sterben von Wolfgang M. Schmitt für Die Filmanalyse
Kritik zu Keine Zeit Zu Sterben von Nicholas Barber für die BBC
Kritik zu Keine Zeit Zu Sterben von Peter Bradshaw in The Guradian
Kritik zu Keine Zeit Zu Sterben von Donald Clarke in The Irish Times
Kritik zu Keine Zeit Zu Sterben von K. Austin Collins für Rolling Stone
Kritik zu Keine Zeit Zu Sterben von Phil De Semlyen für TimeOut
Kritik zu Keine Zeit Zu Sterben von Bilge Ebiri für Vulture
Kritik zu Keine Zeit Zu Sterben von Owen Gleiberman in Variety
Kritik zu Keine Zeit Zu Sterben von Leah Greenblatt für Entertainment Weekly
Kritik zu Keine Zeit Zu Sterben von Barry Hertz in The Globe
Kritik zu Keine Zeit Zu Sterben von Richard Lawson in Vanity Fair
Kritik zu Keine Zeit Zu Sterben von Clarisse Loughrey im Independent
Kritik zu Keine Zeit Zu Sterben von Brian Lowry für CNN
Kritik zu Keine Zeit Zu Sterben von Moira Macdonald in The Seattle Times
Kritik zu Keine Zeit Zu Sterben von Kevin Maher in The Times
Kritik zu Keine Zeit Zu Sterben von James Mottram in der South China Morning Post
Kritik zu Keine Zeit Zu Sterben von John Nugent im Empire Magazine
Kritik zu Keine Zeit Zu Sterben von Charlotte O’Sullivan im Evening Standard
Kritik zu Keine Zeit Zu Sterben von Michael O’Sullivan in der Washington Post
Kritik zu Keine Zeit Zu Sterben von Michael Phillips im Chicago Tribune
Kritik zu Keine Zeit Zu Sterben von David Rooney in The Hollywood Reporter
Kritik zu Keine Zeit Zu Sterben von A. O. Scott in The New York Times
Kritik zu Keine Zeit Zu Sterben von Tom Shone in The Sunday Times
Kritik zu Keine Zeit Zu Sterben von Keith Uhlich im Slant Magazine
Kritik zu Keine Zeit Zu Sterben von Stephanie Zacharek im TIME Magazine
Quellen zu dieser Besprechung
- Dyson, No Time To Die. A Huge In-Depth Review
- Page/Eslinger/Bochenski/Williams, Debrief: No Time To Die
Februar 2026