James-Bond-Lexikon / Die Filme / 007 jagt Dr. No

Die Geburt des Bond-Films
007 jagt Dr. No ist der erste Bond-Film der offiziellen Reihe aus dem Jahr 1962 und der erste Film mit Sean Connery als James Bond.
Besetzung
Drei Häscher
Eric Coverley
Charles Edghill
Henry Lopez
John Strangways
Timothy Moxon
Kolonialsekretär Pleydell-Smith
Louis Blaazer
Professor R. J. Dent
Anthony Dawson
General Potter
Colonel Burton
Fahrer der drei Häscher
Adrian Robinson
Mary Trueblood
Dolores Keator
Funker
Maxwell Shaw
Nachrichtenoffizier
John Hatton
Agent im Club
Simon Martin
Concierge im Club
Stanley Morgan
Sylvia Trench
Eunice Gayson
Croupier
John Sefton
James Bond
Sean Connery
Miss Moneypenny
Lois Maxwell
M
Bernard Lee
Major Boothroyd
Peter Burton
Felix Leiter
Jack Lord
Annabel Chung
Marguerite LeWars
Fahrer Mr. Jones
Reginald Carter
Superintendent Duff
William Foster-Davis
Kellner im Hotel
Frank Singuineau
Quarrel
John Kitzmiller
Puss Feller
Lester Prendergast
Bandleader
Byron Lee
Dents Sekretärin
Bettine Le Beau
Bootsführer
Carol Reckford
Rezeptionistin
Malou Pantera
Miss Taro
Zena Marshall
Honey Rider
Ursula Andress
Wache auf einem Boot
Carey Robinson
Schwester Lily
Yvonne Shima
Schwester Rose
Michel Mok
Dr. Julius No
Joseph Wiseman
Wache
Milton Reid
Reaktortechniker
Frank Howard
Stuntman
Bob Simmons
Synchronsprecherin
Nikki van der Zyl
Details
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78 / 100
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Mitwirkende
Weitere Daten
Budget
1 Mio. US-Dollar
35 mm analog, Mitchell BNC, 1,75:1
Laufzeit
109 Minuten
Einspielergebnis
60 Mio. US-Dollar
Entstehungsgeschichte
Historischer Kontext
Im August des Jahres 1962, dem Entstehungsjahr von 007 jagt Dr. No, wird Jamaika unabhängig von Großbritannien. Im Oktober erreicht der Kalte Krieg unter dem Regierungschef der Sowjetunion Nikita Chruschtschow und dem Präsidenten der USA John F. Kennedy mit der Kubakrise seinen Höhepunkt.
Ebenfalls 1962 gründen sich die Rolling Stones, während die Beatles ihre erste Single einspielen. Im August stirbt Marilyn Monroe. Im Dezember feiert der Film Lawrence von Arabien von David Lean seine Premiere in London.
Vorproduktion
Dreharbeiten
007 jagt Dr. No wurde von Januar bis März 1962 unter der Regie von Terence Young nach einem Drehbuch von Johanna Harwood, Richard Maibaum und Berkely Mather auf der Grundlage des sechsten Romans der Reihe – Dr. No von Ian Fleming – gedreht. Der 109 Minuten lange Film wurde von Albert R. Broccoli und Harry Saltzman für EON Productions produziert. Bildregisseur war Ted Moore, den Schnitt verantwortete Peter Hunt. Das Produktionsdesign stammt von Ken Adam. Das von Monty Norman komponierte James-Bond-Thema wurde von John Barry und seinem Orchester eingespielt.
Postproduktion
Der 109 Minuten lange Film wurde vom Verleiher United Artists mit folgendem Trailer beworben:
Produktionskosten und Premiere
Die Produktionskosten für 007 jagt Dr. No betrugen rund 1 Mio. US-Dollar.
Die Weltpremiere fand am 5. Oktober 1962 unter dem englischen Originaltitel Dr. No im London Pavilion statt. Der 5. Oktober wird bis heute als Global James Bond Day gefeiert.
Die Deutschland-Premiere folgte am 25. Januar 1963.
Gestaltung und Kritik
Das cineastische Bond-Debüt 007 jagt Dr. No markiert nicht weniger als die Geburtsstunde eines Klassikers. Das bedeutet zweierlei: Zum einen ist klar erkennbar, dass alle folgenden Bond-Filme – jedenfalls der offiziellen Reihe – auf diesem Film beruhen. Zum anderen ist aber ebenso deutlich, dass der Film nur den Anfang der Reihe markiert und weder die James-Bond-Formel noch einige andere filmische Elemente bereits perfektioniert hat. So präsentiert sich der Film streckenweise eher als eine Art Reisebericht, der durch sein ungleichmäßiges Erzähltempo etwas ungeschliffen wirkt.
Dennoch weist 007 jagt Dr. No bereits viele derjenigen Elemente auf, die für die Bond-Filme zentral werden sollten. Eine Ausnahme bildet die Pre-Title-Sequenz, also der Prolog vor der Pistolenlauf-Sequenz. Sie fehlt hier noch. Für das heutige Publikum rechnet der Film insgesamt erkennbar einer anderen Epoche zu. Er ist aber rückblickend ebenso deutlich als Bond-Film identifizierbar. Gerade hierin, in der Variation innerhalb eines gesetzten Rahmens, zeigt sich eine künstlerische Leistung – nicht nur bei der Produktion des ersten, sondern auch bei der Produktion der späteren Bond-Filme.
Der erste Bond-Film der offiziellen Reihe ist bis in kleinere Rollen hinein überzeugend besetzt – von James Bond (Sean Connery), Dr. No (Joseph Wiseman) und Honey Rider (Ursula Andress) über M (Bernard Lee) und Miss Moneypenny (Lois Maxwell) bis hin zur falschen Reporterin Annabel Chung (Marguerite LeWars).
Pistolenlauf-Sequenz
Der Film beginnt mit der berühmt gewordenen Pistolenlauf-Sequenz, die hier etabliert wird und in die der Schriftzug
HARRY SALTZMAN & ALBERT R.BROCCOLI present
(„HARRY SALTZMAN & ALBERT R.BROCCOLI präsentieren“, ohne Leerzeichen zwischen „R.“ und „BROCCOLI“) eingebettet ist. Zu sehen ist hier noch nicht James Bonds eigentlicher Darsteller Sean Connery, sondern Stuntman Bob Simmons. Simmons ist somit genau genommen der erste, der die Figur des James Bond innerhalb der offiziellen Reihe verkörpert hat.
Maurice Binder zeichnet nicht nur für die Gestaltung der Titelsequenz verantwortlich, sondern hatte auch die Idee zur Pistolenlauf-Sequenz. Er nahm hierfür mit einer Lochkamera das Innere eines Pistolenlaufs auf. Die Felder und Züge des Laufs sind in der Sequenz deutlich zu sehen. Als sich Bond zum Publikum dreht und schießt, ertönt zum ersten Mal das von Monty Norman komponierte und von John Barry eingespielte James-Bond-Thema.
Titelsequenz und Titelsong
Anders als in den späteren Filmen folgt auf die Pistolenlauf-Sequenz keine Pre-Title-Sequenz. Stattdessen schließt sich unmittelbar die Titelsequenz an. Zu sehen sind zunächst farbige Punkte, die sich auf der Leinwand nacheinander zu verschiedenen Mustern zusammenfügen. Sodann sehen wir schemenhaft dargestellte, ebenfalls farbig animierte Figuren, während die Musik vom James-Bond-Thema zu einem Stück im Calypso-Stil wechselt. Mehrere Frauen- sowie eine Männerfigur tanzen über die Leinwand, bis sie schließlich von drei – wiederum schemenhaft dargestellten – Bettlern mit Blindenstöcken abgelöst werden, die von links nach rechts durch das Bild laufen und den Blick des Publikums mittels Überblendung von der Titelsequenz in die erste Szene des Films führen. Die Darstellung der drei Bettler ist mit dem Song Three Blind Mice unterlegt, der wiederum den Calypso ablöst:
Filmmusik
Die Musik zu 007 jagt Dr. No bietet mit dem ikonischen James-Bond-Thema und dem ebenfalls sehr eingängigen Underneath the Mango Tree zwei frühe musikalische Höhepunkte der Serie.
Das James-Bond-Thema zieht sich konsequent durch den gesamten Film und steht als Leitmotiv für den Agenten 007. Auch insofern zeigt sich jedoch die Eigenschaft des Films als Frühwerk innerhalb der Serie. So markiert das Leitmotiv hier noch nicht so zielsicher wie in späteren Filmen besonders spektakuläre oder überlegene Aktionen von James Bond. Stattdessen ertönt es mehrfach, während Bond scheinbar wenig eindrucksvoll eine neue Umgebung auskundschaftet oder – ohne unmittelbare Bedrohung – seine Überlegenheit über sein Umfeld etabliert.
Abgesehen davon kann die streckenweise wenig einfallsreiche Filmmusik jedoch das Niveau des Films im Übrigen nicht halten.
Die stärkste und die schwächste Szene
Die stärkste Szene des Films ist diejenige im Casino Le Cerce, in der James Bond in den Film und damit in die gesamte James-Bond-Reihe eingeführt wird.
Figuren und Handlung
Es folgt eine Beschreibung der Handlung von 007 jagt Dr. No und der in seinen 50 Szenen auftretenden Figuren. Anders als bei späteren Bond-Filmen existieren – soweit ersichtlich – keine herausgeschnittenen Szenen. Einige wenige Szenen wurden jedoch im Laufe der Produktion gekürzt.
John Strangways und Mary Trueblood
(1) In der ersten Szene des Films führen uns die drei Bettler mit ihren Blindenstöcken durch die Straßen von Kingston und schließlich auf den Parkplatz des Queens Club.
(2) Im Club spielen vier Männer Bridge. Es handelt sich um den Verbindungsoffizier des MI6 für die Region Karibik Commander John Strangways (Tim Moxon), den Metallurgen Professor Dent (Anthony Dawson), den Kolonialsekretär Pleydell-Smith (Louis Blaazer) sowie General a. D. Potter (Colonel Burton). Wie jeden Tag verabschiedet sich Strangways am frühen Abend vorübergehend – angeblich um in seinem Haus einen wichtigen Anruf seines Vorgesetzten entgegenzunehmen.
(3) Auf dem Parkplatz des Clubs begegnet Strangways den drei Bettlern, denen er etwas Geld gibt. Als er in sein Auto steigen will, wird er von den drei Männern, die offenbar weder blind noch Bettler sind, mit fünf Schüssen hinterrücks getötet. Den Leichnam Strangways laden die drei Männer in einen heranrasenden schwarzen Wagen, bevor sie selbst einsteigen. Als der Wagen losfährt, spiegelt sich in seinen Seitenfenstern das Kamerateam – einer der noch relativ zahlreichen Filmfehler in 007 jagt Dr. No.
(4) Die nunmehr vier Häscher fahren zu Strangways Haus. Hier bereitet Mary Trueblood (Dolores Keator) den täglichen Funkspruch ihrer Station nach London vor, der nach einem strengen Zeitplan abzusetzen ist. Mit dem in einem Bücherregal verborgenen Funkgerät hat sie die Verbindung der von Strangways und ihr betreuten Station Karibik mit dem Stationscode W6N zum MI6-Hauptquartier in London (Stationscode: G7W) bereits hergestellt. Trueblood wartet nervös auf Strangways, doch auch sie wird von den vier Häschern überrascht und mit drei Schüssen getötet. Die Männer entwenden außerdem zwei Akten mit den Aufschriften CRAB KEY und DOCTOR NO.
Es handelt sich hier um die einzige bekannte Filmrolle der Schauspielerin Dolores Keator. Gedreht wurde die Szene in Keators Haus auf Jamaika.
Einführung des Titelhelden James Bond
(5) Im nächtlichen London gehen beim Royal Corps of Signals die Funksprüche aus den weltweit verteilten Sendestationen ein. Auch Mary Truebloods Versuch, eine Verbindung herzustellen, wurde hier registriert. Die Sprechverbindung ist abgebrochen, was als Warnzeichen gedeutet und vom diensthabenden Kommunikationsoffizier sogleich an den MI6 gemeldet wird.
(6) Im feinen Londoner Casino Le Cercle im Club Les Ambassadeurs verlangt ein Agent nach einem gewissen James Bond, der sogleich vom Concierge des Clubs gesucht wird. Es handelt sich um das erste bemerkenswerte Set von Ken Adam innerhalb der Filmreihe. An einem der Baccara-Tische erblicken wir eine elegante Dame im roten Kleid (Eunice Gayson). Von ihrem männlichen Gegenspieler, der die Bank hält und gewinnt, sind aufgrund der Kameraeinstellung nur die Hände zu sehen. Die Dame lässt sich nicht entmutigen, obwohl das Glück aufseiten der Bank zu sein scheint. Ihr Gegenspieler beginnt daraufhin folgenden Dialog:
I admire your courage, Miss …
Trench. Sylvia Trench. I admire your luck, Mister …
Bond. James Bond.
(„Ich bewundere Ihren Mut, Miss …“ – „Trench. Sylvia Trench. Ich bewundere Ihr Glück, Mister …“ – „Bond. James Bond.“) Der Gegensatz von „Mut“ („courage“) und „Glück“ („luck“) zeigt deutlich, dass Trench in diesem Dialog die Oberhand über Bond behält, der sich durch die Nachahmung ihrer Vorstellung beinahe über die lustig zu machen scheint. Bei den Worten „Bond. James Bond.“ sehen wir James Bond (Sean Connery) zum ersten Mal in der Naheinstellung, während das James-Bond-Thema ertönt.

Bond, der ein Hemd von Turnbull & Asser und einen Smoking von Anthony Sinclaire trägt, zündet sich während seiner Vorstellung lässig eine Zigarette an. Auf die von Trench vorgeschlagene Erhöhung des Limits lässt er sich bereitwillig ein. Noch einmal gewinnt er mit seinen neun gegen Trenchs acht Punkte, bevor er vom Clubdiener fortgerufen wird.
Hier die am 2. März 1962 gedrehte und wohl ikonischste Szene der Filmreihe, mit der James Bond eingeführt wird:
Die Szene wurde in späteren Bond-Filmen immer wieder zitiert, so etwa in GoldenEye, dem 17. Film der offiziellen Reihe und ersten Film mit Pierce Brosnan als James Bond:
Mit zahlreichen selbstbewusst vorgetragenen Anspielungen verabschieden sich Trench und Bond voneinander. Musikalisch untermalt wird der Schlussteil der Szene wiederum vom James-Bond-Thema.

Universal Exports, Miss Moneypenny und M
(7) Der herbeigerufene Bond erscheint in den Londoner Räumen seines Arbeitgebers „Universal Exports“ – eine der in der Filmreihe verwendeten Deckfirmen des britischen Auslandsgeheimdienstes MI6. Er betritt das mit Blumenbildern geschmückte Vorzimmer seines Vorgesetzten, wirft seinen Hut mit einer gekonnten Handbewegung auf den Kleiderständer und beginnt, mit der charmanten Sekretärin Miss Moneypenny zu flirten. Nach kurzer Zeit zeigt ein von Rot nach Grün wechselndes Licht über der doppelten, mit rotem Leder gepolsterten Tür an, dass Bond eintreten möge.

(8) Als Bond das mit einer Churchill-Büste sowie mit Gemälden und Modellen von Schiffen dekorierte Dienstzimmer seines Vorgesetzten M (Bernard Lee) mit den Worten „Good evening, Sir!“ („Guten Abend, Sir!“) betritt, weist dieser ihn ohne ein Wort der Begrüßung darauf hin, dass es 03:00 Uhr am Morgen sei. Auf die Frage „When do you sleep, 007?“ („Wann schlafen Sie eigentlich, 007?“) antwortet Bond: „Never on the firm’s time, Sir.“ („Jedenfalls nie im Dienst, Sir.“) M, von dem nicht klar wird, ob er zu dieser Zeit noch immer arbeitet oder ob er ausnahmsweise so früh im Büro erschienen ist, klärt Bond darüber auf, dass am Abend die Funkverbindung zur Station Jamaika abgebrochen ist. Nachforschungen hätten ergeben, dass sowohl der Verbindungsoffizier der Region Strangways als auch dessen Sekretärin Trueblood verschwunden seien. Strangways habe zuletzt einen Bericht der Amerikaner überprüft, wonach deren von Cape Canaveral gesteuertes Raketenprogramm gestört worden sei. Die Amerikaner vermuten die Quelle der Störung in der Region Jamaika.
M erregt sich zusehends und versucht, zur Beruhigung seine Pfeife anzuzünden. Ein von Bond angebotenes Feuerzeug ignoriert er. Die CIA habe einen gewissen Felix Leiter nach Jamaika geschickt, um mit John Strangways zusammenzuarbeiten. Bond, der angibt, bereits von Leiter gehört zu haben, sei auf den 07:00-Uhr-Flug nach Kingston gebucht. Über das Intercom ruft M nach dem Waffenmeister, bevor er Bond den Auftrag erteilt, herauszufinden, was mit Strangways geschehen ist.
Major Boothroyd und die Walther PPK
(9) Als der Waffenmeister eintritt, fordert M Bond auf, sein Jackett auszuziehen und seine Waffe auszuhändigen. Mit Missbilligung nimmt M zur Kenntnis, dass Bond noch immer eine Handfeuerwaffe vom Typ Beretta trägt. Der Waffenmeister soll Bond zum letzten Mal über diese Pistole aufklären. Er beschreibt Bonds Beretta M1934 als angenehm zu tragende, leichte Waffe, die gut in eine Damenhandtasche passe, aber keine Stoppwirkung habe. Bond widerspricht: Die Beretta leiste ihm seit zehn Jahren gute Dienste. M erinnert ihn daran, dass die Waffe bei Bonds letztem Einsatz versagt habe, was für 007 einen sechsmonatigen Krankenhausaufenthalt nach sich zog. Sein Doppelnull-Status bedeutet eine Lizenz zu töten, nicht getötet zu werden. Zudem führt M an, die Todesrate in der Doppelnullabteilung sei um 40 % gefallen, seit er die Leitung des MI6 (tatsächlich spricht M hier trotz der hörbar nachbearbeiteten Tonspur vom »MI7«) übernommen habe. Dies solle so bleiben. Wolle Bond nicht zurück in den Innendienst wechseln, habe er von nun an eine Waffe vom Typ Walther zu tragen. Zähneknirschend erklärt sich Bond einverstanden.
Der Waffenmeister (Peter Burton) präsentiert eine Pistole, die er als Walther PPK bezeichnet, bei der es sich tatsächlich jedoch nicht um die Kurzversion PPK, sondern um die Standardversion Walther PP handelt – einer von mehreren Filmfehlern in Bezug auf Waffen. Die neue Pistole zeichne sich vor allem durch eine hohe Durchschlagskraft aus, so dass insbesondere die amerikanische CIA auf sie schwöre. M dankt dem Waffenmeister, den er nun als Major Boothroyd anspricht, und schickt ihn und Bond fort. Bond ruft er jedoch an der Tür zurück – mit der Bitte, er möge die Beretta dalassen. Diese hatte Bond heimlich wieder an sich genommen, bevor er ging.
Eine weitere Unterhaltung zwischen Bond und Moneypenny im Vorzimmer verhindert M, indem er seine Sekretärin über das Intercom anweist, Bond nicht weiter aufzuhalten, da dieser in Eile sei. Als er geht, schenkt Bond Moneypenny zum Abschied die Holzkiste der Walther PPK.
Ein seltener Blick in Bonds Wohnung
(10) Zum ersten von insgesamt nur drei Malen in der Reihe sieht der Zuschauer nun James Bond in seiner Privatwohnung. Bereits kurz nach dem Betreten des mit Bildern von Automobilen geschmückten Appartements hört Bond aus dem Wohnzimmer Geräusche. Als er mit gezogener Waffe die Tür zum Wohnzimmer aufstößt, erkennt er Sylvia Trench, die ein Nachthemd trägt und sich die Zeit mit Minigolf vertreibt. Mit ihrer Anziehungskraft kann sie Bond leicht überzeugen, vor seiner Abreise noch Zeit für sie zu finden.
Bonds Ankunft auf Jamaika
(11) Bond landet an Bord einer Maschine der Fluggesellschaft Pan American vom Typ Boeing 707 – womöglich ein versteckter Hinweis auf seine Kennnummer 007 – auf dem Palisadoes Airport (heute Norman Manley International Airport) auf Jamaika. Der Flug mit der Flugnummer 323 hat ihn aus New York nach Kingston gebracht. Bonds Ankunft wird im Terminal von CIA-Agent Felix Leiter (Jack Lord) beobachtet. In letzter Sekunde kann Bond mit seinem Hut verhindern, dass eine vermeintliche Reporterin ein Foto von ihm macht. Bevor er ein Taxi nehmen kann, wird Bond von einem Fahrer (Reginald Carter) angesprochen, der sich als Mr. Jones vorstellt und behauptet, vom Gouverneur geschickt worden zu sein, um Bond abzuholen. Durch einen Anruf in der Residenz des Gouverneurs findet Bond jedoch heraus, dass – wie vereinbart – kein Fahrer geschickt worden ist, um kein Aufsehen zu erregen. Bond lässt sich jedoch gegenüber Mr. Jones nichts anmerken, steigt in dessen Wagen und bittet darum, umhergefahren zu werden.
(12) CIA-Agent Felix Leiter nimmt die Verfolgung auf. Es entwickelt sich eine Verfolgungsjagd, die Bond dadurch beendet, dass er Mr. Jones scharf rechts abbiegen lässt. Bond geht davon aus, der Verfolger stecke mit Mr. Jones unter einer Decke. Er zwingt Jones mit vorgehaltener Waffe zum Aussteigen und will ihn zum Reden bringen. Doch nach kurzem Kampf beißt Jones lieber auf eine Zyankali-Kapsel, die in einer Zigarette versteckt ist, als seinen Auftraggeber preiszugeben, was Bond sichtlich erschreckt. Bond steuert den Wagen nun selbst zu seiner Verabredung mit dem Kolonialsekretär.
(13) Er hält vor dessen Residenz, den toten Mr. Jones auf der Rückbank. In der Residenz weiß sich der Kolonialsekretär keinen Reim auf die Vorgänge zu machen. Polizeikommissar Duff (William Foster-Davis) teilt mit, der Wagen sei gestohlen, der bisher nicht identifizierte Fahrer stamme nicht aus Kingston. Bond lässt sich berichten, dass die drei Männer, mit denen Strangways im Queens Club Bridge spielt, diejenigen Personen sind, die ihn vor seinem Tod zuletzt gesehen haben. Neben dem Kolonialsekretär sind dies der Metallurge Professor Dent sowie General a. D. Potter. Bond möchte die Männer unauffällig treffen und dafür vom Kolonialsekretär in die Bridge-Runde eingeführt werden. Zuvor wünscht er jedoch das Haus von Strangways zu sehen.
(14) Mit Kommissar Duff kommt Bond am Haus von Strangways an. Als die beiden aussteigen, laufen im Hintergrund – allein von Kommissar Duff kurz bemerkt – die drei Bettler mit ihren Blindenstöcken vorbei. Im Haus ist ein Blutfleck zu sehen. Das Blut der Blutgruppe 0 Rh+ stammt von Mary Trueblood, der Sekretärin von Commander Strangways. Das im Bücherregal verborgene Funkgerät war noch eingeschaltet, als die Polizei eintraf. In einem Buch des schottischen Geologen Charles Lyell mit dem Titel Geological Configuration. II Eastern Caribbean findet Bond eine Quittung des Labors von Professor Dent über eine geologische Analyse. Auf einem Foto erkennt Bond neben Strangways den Mann, der den Wagen fuhr, der Bond auf der Fahrt vom Flughafen zur Residenz des Gouverneurs verfolgt hat. Es handelt sich um Quarrel, einen ortsansässigen Fischer.
(15) In seinem Hotelzimmer angekommen lässt sich Bond einen Vodka-Martini »medium-dry« zubereiten, und zwar »mixed like you said, Sir, not stirred« (hieraus wird in der deutschen Synchronfassung jedoch ein Vodka-Martini »trocken, wie Sie gesagt haben, nicht umgerührt«). Bond sichert – ganz im Stil eines Geheimagenten – seinen Koffer sowie die Türen des Kleiderschranks mit Talkum beziehungsweise mit einem Haar, um Nachstellungen später erkennen zu können, bevor er zum Queens Club aufbricht.
(16) Im Queens Club, wo eine Band das Stück im Calypso-Stil aus der Titelsequenz spielt, erfährt Bond von General a. D. Potter, dass sich Strangways in den vergangenen Wochen häufig von Quarrel habe aufs Meer hinausfahren lassen. Bei Quarrel handele es sich um einen Fischer von den Cayman Islands, dessen Boot im Hafen liege. Professor Dent ist der einzige, der die neue Sekretärin von Strangways bereits kennt.
(17) Bond sucht Quarrel (John Kitzmiller) am Hafen auf. Dieser gibt sich jedoch zunächst abweisend. Auf Bonds Frage, wohin er Strangways in den vergangenen Wochen mit seinem Boot gebracht habe, antwortet er ausweichend und provokant. Auch weigert er sich, Bond mit seinem Boot hinauszufahren. Bond verfolgt Quarrel bis zu einem Hafenrestaurant, in dem Quarrel ihn in einen Hinterhalt lockt. Quarrel und der Restaurantinhaber Puss Feller (Lester Pendergast) greifen Bond an, dem es jedoch gelingt, die beiden Männer zu überwältigen. Plötzlich steht derjenige Mann mit gezogener Waffe in der Tür, der Bond bereits seit seiner Ankunft am Flughafen beobachtet hatte.
Der Mann nimmt Bond seine Walther PPK ab und lässt ihn von Quarrel durchsuchen. Daraufhin reicht er Bond seine PPK zurück und stellt sich als Felix Leiter von der CIA vor – beide Männer kämpfen auf derselben Seite. Leiter berichtet, er habe Bond bereits am Flughafen erkannt, allerdings Verdacht geschöpft, als dieser mit einem Helfer der Gegenseite im Wagen davongefahren sei. Leiter stellt Bond noch einmal die beiden Verbündeten Quarrel und Puss Feller vor.
(18) Den Abend verbringen Bond, Leiter und Quarrel in Puss Fellers Strandbar, in der Gäste ausgelassen zur Musik einer kleinen Band tanzen. #Cameo Byron Lee Leiter berichtet, die Amerikaner seien aufgrund ihres Raketenprogramms nervös. Strangways sei jedoch davon ausgegangen, die Störungen könnten nicht von der Insel stammen. Quarrel berichtet, Strangways und er hätten beinahe alle Inseln im Umkreis sorgfältig untersucht. Nur Crab Key hätten sie nicht genauer untersuchen können, da sie die Insel nicht haben betreten dürfen. Bevor Leiter genauer ausführen kann, versucht dieselbe Frau, die Bond bereits am Flughafen fotografieren wollte, noch einmal, ein Foto von ihm zu machen. Wieder trägt sie ein Kleid im chinesischen Stil. #White frame Bond befiehlt Quarrel, die Frau und ihre Kamera herbeizuholen. Die Frau behauptet zunächst, als freie Fotografin für den Daily Gleaner zu arbeiten. Obwohl Quarrel ihr den Arm verdreht und Schmerzen zufügt, will sie ihren wahren Auftraggeber nicht nennen. Nachdem sie Quarrel mit einer zerbrochenen Blitzbirne im Gesicht verletzt hat, zerstört Bond ihre Aufnahmen, um sie dann gehen zu lassen. Die Frau schwört, dass die drei Männer die Aktion bereuen würden. Bond wirft die Frage auf, wer seine Leute derart in Angst und Schrecken versetze, dass sie freiwillig Zyankali schlucken oder sich den Arm brechen lassen, statt ihren Auftraggeber zu verraten.
Leiter berichtet weiter, Crab Key gehöre einem Chinesen, der niemanden auf die Insel lasse. Amerikanische Aufklärungsflugzeuge hätten auf Crab Key nichts als eine Bauxit-Mine und ein Radar-Frühwarnsystem. Beides sei nicht illegal. Quarrel zeigt sich eingeschüchtert, da Freunde von ihm, die einst zu Crab Key ausgefahren waren, nicht zurückgekommen seien. Leiter bestätigt, dass die ortsansässigen Fischer einen Bogen um die Insel machen. Quarrel berichtet, er habe Strangways nur bei Nacht auf die Insel gebracht, um Gesteins-, Sand- und Gewässerproben zu nehmen und sogleich zurückzufahren. Bond beginnt, sich für Crab Key zu interessieren. Doch das einzige, was Leiter über den Eigentümer der Insel berichten kann, ist dessen Name: Dr. No.
(19) Als Bond an diesem Abend in sein Hotel zurückkehrt, wird ein Anschlag der drei vermeintlichen Bettler, die bereits Commander Strangways getötet haben, auf sein Leben durch einen zufällig vorbeifahrenden Wagen vereitelt.
Der verdächtige Professor Dent
(20) Am nächsten Morgen sucht Bond Professor Dent in dessen Laboratorium auf, das mit einem Strauß Strelitzien dekoriert ist. Das Set für Dents Laborräume ähnelt auffällig dem Set, das für Bonds Hotelzimmer verwendet wird – womöglich eine Konzession an das relativ geringe Produktionsbudget des Films. Bond befragt Dent nach der Bedeutung der Quittung, die er in Strangways Haus gefunden hatte. Laut Dent handelte es sich um Gesteinsproben, die jedoch keinerlei Besonderheiten aufgewiesen haben. Auf Bonds Frage, ob die Proben womöglich von Crab Key stammten, antwortet der sichtlich nervöse Professor Dent, dies sei aus geologischen Gründen ausgeschlossen.
(21) Nach Bonds Besuch drängt Professor Dent einen der Fischer, ihn nach Crab Key zu fahren.
(22) Der Zuschauer sieht eine – teilweise mithilfe von Modellen gefilmte – industrielle Hafenanlage auf der Insel.
(23) Der sichtlich verängstigte Professor Dent wird von Wachen in einen modern anmutenden Raum mit automatischen Schiebetüren gebracht. Durch einen kreisrunden, mit einem Gitter versehenen Ausschnitt in der Decke fällt Licht in den Raum. In einer leicht erhöhten Ecke steht ein einzelner Stuhl. Dieses von Ken Adam gestaltete Set wirkt simpel und eindrucksvoll, schlicht und erdrückend zugleich. Laut Adam war für dieses ikonische Set ein Budget von nur 475,– Pfund verfügbar.
Eine elektrisch verstärkte, ruhige Stimme fordert Dent auf, Platz zu nehmen. Auf die Frage, warum er bei Tageslicht gekommen sei und damit seine Anweisungen missachtet habe, antwortet Dent – hilflos in den Raum sprechend –, er habe keine Wahl gehabt, da Bond ihn am Morgen aufgesucht habe. Die Stimme fragt, warum Bond trotz des Befehls, ihn zu töten, noch immer am Leben sei. Dent antwortet: »Unsere Versuche sind fehlgeschlagen.« (»Our attempts failed.«), woraufhin ihn die Stimme korrigiert: »Ihre Versuche. Fehlschläge schätze ich nicht. Sie werden hoffentlich nicht noch einmal versagen, Professor?« (»Your attempts failed. I do not like failure. You are not going to fail me again, professor?«) Die Stimme stellt klar, dass Dent verantwortlich sei, wenn Bond es unternehme, auf Crab Key Untersuchungen anzustellen. Mit einer Vogelspinne soll Professor Dent Bond in der folgenden Nacht töten.

Nächtliche Begegnung mit einer Vogelspinne
(24) Als Bond am Abend in sein Hotelzimmer zurückkehrt, ergibt die Überprüfung der zuvor angebrachten Sicherungen, dass das Zimmer in der Zwischenzeit durchsucht worden ist.
(25) In der Nacht wacht Bond plötzlich auf. Unter seiner Bettdecke kommt eine Vogelspinne hervorgekrochen, die seinen linken Arm und seine Schulter hinaufläuft. Bond beobachtet das Tier aus nächster Nähe, gezeichnet von der Angst vor einem Biss. Als die Spinne schließlich auf sein Kopfkissen läuft, springt der schweißgebadete Agent in hohem Bogen aus dem Bett, um das Tier mit einem Schuh totzuschlagen. Bond betrachtet die Szene für eine Sekunde, hält sich dann den Bauch und verlässt das Zimmer in Richtung Bad.
Die Szene wurde am 3. April 1962 gedreht. Mit ihr endeten die Dreharbeiten für 007 jagt Dr. No. Trotz erkennbarer technischer Tricks wirkt die Szene bis heute eindrucksvoll und verstörend:
Die verdächtige Miss Taro
(26) Am folgenden Morgen sucht Bond erneut den Kolonialsekretär Pleydell-Smith in der Residenz des Gouverneurs auf. Die Sekretärin des Kolonialsekretärs Miss Taro (Zena Marshall) teilt auf Nachfrage mit, dass die beiden Akten zu Dr. No verschwunden sind. Bond ist angesichts dieser Nachricht nicht überrascht. Er nimmt ein Paket an sich, das mit der Diplomatenpost aus London für ihn angekommen ist. Beim Hinausgehen überrascht er mit Absicht Miss Taro, die an der Tür gelauscht hatte. Ihre peinliche Berührung nutzt er aus, um sich für den Nachmittag mit ihr zu verabreden.
(27) In dem Paket aus London befand sich ein Geigerzähler, mit dem Bond nun Quarrels Boot untersucht. Auch Felix Leiter stößt hinzu. Es zeigt sich, dass an der Stelle des Bootes, an der die Gesteinsproben von Crab Key lagen, erhöhte Strahlungswerte nachzuweisen sind. Das Gestein der Insel ist also radioaktiv, obwohl Professor Dent behauptet hatte, es weise keinerlei Besonderheiten auf.
Bond will Crab Key in der folgenden Nacht besuchen. Es gelingt ihm jedoch nur mit Mühe, Quarrel dazu zu bringen, sich auf dieses Abenteuer einzulassen. Dieser fürchtet sich nicht zuletzt vor einem Drachen, den es auf der Insel geben soll. Schließlich verabreden sich Bond, Leiter und Quarrel für den Abend, um zu Crab Key überzusetzen.
Das Ende von Professor Dent
(33) Nachdem sich Bond einige Zeit mit Patience vertrieben hat, betritt ein Mann das Haus, öffnet vorsichtig die Schlafzimmertür und zielt auf das Bett, um die darin vermeintlich Schlafenden mit sechs Schüssen zu töten. Es handelt sich um Professor Dent, den Bond nun mit vorgehaltener Waffe stellt, noch immer im Sessel sitzend. Bond schaltet das Licht ein und beginnt ein Gespräch mit Dent, in dem er diesem mitteilt, dass er bereits im Queens Club Verdacht gegen Dent geschöpft habe, denn Dent habe als einziger Strangways neue Sekretärin gesehen. Zudem habe Dent später nicht erwähnt, dass die von Strangways gesammelten Gesteinsproben radioaktiv waren. #Anschlussfehler: Strümpfe Während des Gesprächs versucht Dent, seine auf dem Boden liegende Waffe zu erreichen, was Bond offenbar ignoriert. In dem Moment, in dem Dent offenbaren will, für wen er arbeitet, nimmt er die Waffe vom Boden auf, richtet sie auf Bond und drückt ab – doch ohne Erfolg. Bond bemerkt kühl: »Sie haben ’ne sechsschüssige Smith Wesson und die sechs Dinger sind in der Matratze.« (»That’s a Smith & Wesson. And you’ve had your six.«) Auch hier handelt es sich allerdings bei der Waffe, die in der Szene zu sehen ist, nicht um eine Smith & Wesson, sondern um eine Colt M1911A1. Diese hat auch nicht sechs, sondern sieben Schuss, so dass Professor Dent in Wahrheit einen weiteren Schuss gehabt hätte, um Bond zu töten.
Bond tötet den nunmehr wehrlosen Professor Dent aus geringer Entfernung mit zwei Schüssen aus seiner Waffe, bevor er den Schalldämpfer abzieht und mit Verachtung auf die Leiche des Professors blickt:
Nächtliche Überfahrt nach Crab Key
(34) Am Abend trifft Bond aufgrund der Komplikationen mit Miss Taro deutlich verspätet Felix Leiter und Quarrel am Hafen. Die drei Männer fahren mit zwei Booten – einem Motor- und einem Segelboot – hinaus. Quarrel ist nervös angesichts der Reise nach Crab Key. Nach einiger Zeit wechseln Bond und Quarrel in das unmotorisierte Boot, um keine Aufmerksamkeit zu erregen, während Leiter das motorisierte Boot zurückfährt, bevor er sich noch mit einer letzten Bemerkung über Quarrels Angst vor Crab Key mit und dem angeblich auf ihr lebenden Drachen lustig macht. Nach einigen weiteren Seemeilen holt Bond auch das Segel ein, um nicht vom Radar erfasst zu werden.
(35) Auf der Insel angekommen, befiehlt er Quarrel, das Boot zu tarnen. Quarrel betäubt seine Angst weiter mit dem Rum, den er als einzige Verpflegung mitgenommen hat.
Aufeinandertreffen mit Honey Rider
(36) Am nächsten Morgen wird Bond in seinem Versteck von einer Frauenstimme geweckt, die in der Ferne erklingt. Eine unbekannte, blonde Schönheit (Ursula Andress) singt das Lied Underneath the Mango Tree, während sie nur mit einem weißen Bikini bekleidet aus dem Meer steigt und an den Strand kommt, um die von ihr gesammelten Muscheln zu säubern. Bond beobachtete die Unbekannte zunächst aus der Deckung, gibt sich dann jedoch zu erkennen, indem er laut in den Refrain ihres Liedes einstimmt. Die Unbekannte erschrickt und vermutet, Bond wolle ihre Muscheln stehlen. Sie fasst jedoch nach kurzer Zeit Vertrauen und stellt sich als Honey Rider vor, während Bond nur seinen Vornamen James nennt.


Als Bond erfährt, dass Rider ein Segelboot genutzt hat, um auf die Insel zu kommen, ahnt Bond, dass sie entdeckt wurden. Und tatsächlich warnt Quarrel in diesem Moment vor einem Schnellboot, das sich rasch nähert:
#Laughing Waters Die Vorstellung von Honey Rider erinnert an die Darstellung der Venus im Gemälde Die Geburt der Venus von Sandro Botticelli:

Quarrels Tod
Die Einführung des Bösewichts Dr. No
Abendessen mit dem Bösewicht
Der beschwerliche Weg in die Freiheit
Schlusstitel
Nach der Einblendung des Schriftzugs »The End« folgen die kürzeste Schlusstitel aller Bond-Filme. In der oberen Hälfte der Titel ist durch einen rot gefärbten Pistolenlauf hindurch erneut Bob Simmons als James Bond zu sehen, der scheinbar auf den Zuschauer schießt.
Einspielergebnis und Nachfolge
In den Kinos spielte 007 jagt Dr. No rund 60 Mio. US-Dollar ein – bis heute das im Verhältnis zu den Produktionskosten von rund 1 Mio. US-Dollar relativ beste Einspielergebnis aller Bond-Filme.
Auf 007 jagt Dr. No folgte im Jahr 1963 Liebesgrüße aus Moskau, der zweite Bond-Film der offiziellen Reihe.
Termine
Quellen
Schlagwörter
Bearbeitungsstand
Mai 2026